The Design of the Pantheon’s Portico Columns and the Justification of Research Results based on Digital Tools and Methods

Posted on 30 November 2012

Talk: Christian Berndt (Independent Researcher), "The Design of the Pantheon’s Portico Columns and the Justification of Research Results based on Digital Tools and Methods".

Permalink: http://hdl.handle.net/11858/00-1780-0000-000C-4EBA-9

Date: Tuesday, 4 Decemebr 2012

Time: 17:00-18:30

Venue: TOPOI-Haus Dahlem, Hittorfstr. 18, 14195 Berlin (map).

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Abstract

Dass neue bildgebende Verfahren, neue Möglichkeiten zur maschinellen Analyse großer Datenmengen und neue Techniken zur Simulation komplexer Modelle der Wissenschaft neue Beobachtungs- und Erkenntnismöglichkeiten eröffnen, liegt auf der Hand. Wenig reflektiert hingegen scheint nach wie vor die Frage, auf welche Weise die Resultate solcher Untersuchungen aufbereitet und kommuniziert werden müssen, um die mit digitalen Erkenntnismitteln gewonnenen Ergebnisse auch angemessen zu rechtfertigen und nachhaltig für eine arbeitsteilige Forschungspraxis nutzbar zu machen.

Ausgehend von der These, dass sich mit der Umstellung auf digital gestützte Untersuchungsmethoden im Verbund mit der Verfügbarkeit immer leistungsfähigerer digitaler Kommunikationskanäle die Bedingungen für die Rechtfertigung wissenschaftlicher Erkenntnisse weitreichend verändert haben, wird am Beispiel des Digital Pantheon Project (http://www.digitalpantheon.ch) geschildert, wie in diesem Forschungsvorhaben mit dieser Herausforderung umgegangen wurde.

Der vorgeschlagene Beitrag wird exemplarisch demonstrieren, wie sich digitale Erkenntnismittel für Fragen der Architektur- und Wissenschaftsgeschichte fruchtbar machen lassen. Er wird die bisherigen Ergebnisse der Auswertung des Koordinatenmodells des Pantheons vorstellen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse der Geometrie der Portikussäulen und auf dem intensiv diskutierten Problem der Entasiskonstruktion liegen wird. Es wird gezeigt, wie sich durch die systematische Analyse der Schaftprofile außerordentlich detaillierte Rückschlüsse auf den Entwurfs- und Fertigungsprozess ziehen lassen.

Darüberhinaus soll der Versuch unternommen werden, die Erfahrungen aus der Arbeit am Pantheon-Projekt mit Blick auf ähnliche Vorhaben zu verallgemeinern. Der Beitrag wird einen Katalog von Anforderungen an digitale Erkenntnismittel zur Diskussion stellen, der das Bewußtsein für die spezifisch epistemische Dimension von Open Access und Open Data schärfen soll und auch für andere digitalgestützte Forschungsvorhaben von Interesse sein dürfte.

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